EPCOS will sich von TDK übernehmen lassen

München - Der Bauelemente-Spezialist EPCOS will sich vom japanischen Elektronikkonzern TDK übernehmen lassen. Es sei eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden, teilte EPCOS in München mit.

In einem ersten Schritt wolle TDK den Aktionären ein Übernahmeangebot von 17,85 Euro je Aktie machen. Das bewerte EPCOS mit 1,2 Milliarden Euro. Inklusive Schulden habe das Geschäft ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro. TDK habe bereits 2,5 Prozent an EPCOS erworben und sich weitere 7 Prozent gesichert. Vorbörslich schoss die EPCOS-Aktie um rund 28 Prozent in die Höhe.

Das Angebot beinhalte eine Prämie von 52 Prozent auf den durchschnittlichen Schlusskurs der letzten drei Monate, teilten EPCOS und TDK in einer gemeinsamen Erklärung mit. Auf den Schlusskurs vom Mittwoch betrage die Prämie 29 Prozent. Die Angebotsunterlagen sollen nach der Genehmigung durch die Finanzaufsicht BaFin voraussichtlich im August veröffentlicht werden.

TDK wolle nach erfolgreichem Abschluss des Angebots sein Geschäft mit passiven elektronischen Bauelementen ausgründen - vorbehaltlich der Zustimmung der TDK-Hauptversammlung. Diese Aktivitäten sollen dann mit EPCOS unter dem Dach einer neuen Gesellschaft zusammengeführt werden, die voraussichtlich TDK EP Components KK heißen soll.

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