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Munich Re.

Erdbeben in Chile kostet Munich Re viel Geld

München - Das Erdbeben in Chile hat den weltgrößten Rückversicherer Munich Re deutlich schwerer getroffen als erwartet. Er wird deutlich mehr zahlen müssen als bisher geschätzt.

Den weltgrößten Rückversicherer Munich Re hat das verheerende Erdbeben in Chile deutlich schwerer getroffen als erwartet. Statt 700 Millionen US-Dollar (585 Millionen Euro) dürften die Schäden den Dax-Konzern vor Steuern rund 1 Milliarde Dollar (836 Millionen Euro) kosten, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. An seinem Gewinnziel für das Gesamtjahr hält der Vorstand dennoch fest. Mindestens zwei Milliarden Euro will die Munich Re 2010 verdienen. Dieses Ziel sei nun noch schwerer zu erreichen als bislang, räumte ein Konzernsprecher ein.

Das Erdbeben hatte im Februar in Chile Verwüstungen angerichtet und einen zerstörerischen Tsunami ausgelöst. Den örtlichen Erstversicherern seien bis Ende April 190 000 Schäden gemeldet worden, schreibt die Munich Re. Gewerbe und Industrie seien in Chile stark versichert. Selbst für die Infrastruktur, wie Autobahnen, gebe es Versicherungsverträge. Die Erstversicherer hätten viele Risiken an Rückversicherer wie die Munich Re weitergereicht. Diese müssten nun für die Schäden geradestehen. Für die gesamte Versicherungswirtschaft rechnet die frühere Münchner Rück inzwischen mit einem versicherten Marktschaden von 8 Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro).

Die Naturkatastrophen des ersten Quartals haben den weltgrößten Rückversicherer bereits nach früheren Schätzungen schwer erwischt. Vor zwei Monaten bezifferte die Munich Re ihren Gesamtschaden aus Naturkatastrophen auf insgesamt 700 Millionen Euro, fast viermal so viel wie ein Jahr zuvor. Der größte Teil davon sollte auf das Beben in Chile entfallen. Der Wintersturm “Xynthia“ dürfte das Unternehmen in diesem Jahr mit 70 Millionen Euro belasten.

dpa

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