Erfolgsgeschichte: Deutschlands größter Elektrokonzern

- München - Der krisengeschüttelte Siemens-Konzern ist mit 162 000 Beschäftigten in Deutschland einer der größten Arbeitgeber. Weltweit zählt der Konzern mit mehr als 87 Milliarden Euro Umsatz zuletzt insgesamt 475 000 Mitarbeiter. Die Produktpalette des Konzerns reicht von der Glühbirne bis zur Dampfturbine.

Das Unternehmen kann auf eine stolze Geschichte zurückblicken. Die Anfänge reichen bis ins Jahr 1847 zurück, als der Erfinder Werner von Siemens und sein Kompagnon Johann Georg Halske in einer Berliner Hinterhofwerkstatt die Fertigung von Zeigertelegraphen begannen und damit den Grundstein für den Weltkonzern legten. Die heutige börsennotierte Siemens AG wurde im Jahr 1966 gegründet.

In das Zeitalter der Globalisierung hatte Heinrich von Pierer das Unternehmen geführt, der in der vergangenen Woche als Aufsichtsratschef zurücktrat. Vor seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender galt Siemens lange als "verschlafener Riese mit hoher Liquidität" oder auch als "Bank mit angeschlossener Elektroabteilung". Pierer leitete mit seinem berühmten Zehn-Punkte- Programm einen massiven Umbau ein, in dem unter anderem das Geschäft mit Bauelementen (Epcos) und mit Halbleitern (Infineon) abgespalten und an die Börse gebracht wurden.

Sein Nachfolger Klaus Kleinfeld setzte den radikalen Umbau fort. Er gab die Handysparte ab und brachte das traditionsreiche Festnetzgeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ein. Kleinfeld setzt vor allem darauf, dass Siemens von so genannten Megatrends wie Wasser- und Energieknappheit, Alterung der Gesellschaft und Urbanisierung profitiert. Damit tritt Siemens zunehmend stärker als Anlagenbauer und Anbieter von Infrastrukturprojekten an. Zum Konzern gehören neben dem Geschäft mit Lösungen für die Industrie- und Gebäudeautomatisierung sowie Infrastrukturanlagen auch der Energie- und der Verkehrstechnikbereich, die Medizintechnik, das Licht-Geschäft mit dem Traditionskonzern Osram und die Informations- und Kommunikationstechnologie.

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