MTU erhöht Gewinnprognose nochmals

- München - Der Triebwerksspezialist MTU hat seine Gewinnprognose nach einem kräftigen Plus in den ersten neun Monaten nochmals erhöht. 2006 werde ein operativer Gewinn von 310 Millionen Euro statt bislang 290 Millionen Euro erwartet.

Das teilte die MTU Aero Engines in München mit. Bereits im Juli hatte der Konzern seine Prognose angehoben. In den ersten neun Monaten profitierte MTU vor allem von guten Geschäften bei der Instandhaltung von zivilen Flugzeugtriebwerken. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro, der operative Gewinn um 35 Prozent auf 224,7 Millionen Euro.

Von der Krise beim Flugzeugbauer und Kunden Airbus sieht sich MTU kaum beeinträchtigt. "Wir rechnen mit keinerlei Ergebnisauswirkungen", sagte der MTU-Vorstandsvorsitzende Udo Stark. Die Lieferverzögerungen beim Großraumflugzeug A380 würden bis 2008 zu einer Umsatzverschiebung in Höhe von bis zu 120 Millionen Euro führen.

Mit den MTU-Geschäften bis Ende September zeigte sich Stark zufrieden. "Beim operativen Ergebnis haben wir nach neun Monaten bereits das Niveau des gesamten Vorjahres erreicht." Das stärkste Umsatzwachstum gab es erneut im Bereich der Instandhaltung ziviler Flugzeugtriebwerke, mit dem MTU 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete. In diesem Geschäftsfeld konnte das Unternehmen den Umsatz bis Ende September um 29 Prozent auf 702,6 Millionen Euro verbessern.

Im zivilen Triebwerksgeschäft verzeichnete das Unternehmen nach den ersten neun Monaten einen Umsatz von 746,5 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 6 Prozent bedeutete. Das militärische Triebwerksgeschäft war mit einem Umsatz von 315,4 Millionen Euro (Vorjahr: 310,6 Mio) relativ stabil.

Bei MTU waren Ende September 6810 Mitarbeiter beschäftigt, im vergangenen Jahr waren es 6427. "Der Anstieg ist vor allem auf die die Personalaufstockung am Standort Hannover zurückzuführen", sagte MTU-Finanzvorstand Reiner Winkler. Die Pläne, zwischen 250 und 300 Stellen abzubauen, blieben bestehen. "Die Verbesserung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit steht weiterhin im Fokus", sagte Stark. Mit einem Programm zur Effizienzsteigerung will MTU jährlich etwa 50 Millionen Euro einsparen. Dabei sollen neben Personalkosten insbesondere auch Einkaufskosten reduziert werden.

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