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VW erhöht Sparvolumen

- Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen will in den kommenden Jahren seinen Sparkurs stärker verschärfen als bisher bekannt. VW-Chef Bernd Pischetsrieder möchte bis 2008 das Konzernergebnis um mehr als vier Milliarden Euro steigern und hält dazu "deutlich" höhere Einsparungen und Leistungssteigerungen für nötig.

<P>Entsprechende Äußerungen des Konzernchefs bestätigte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in Wolfsburg. Die kürzlich genannten vier Milliarden Euro seien kein Sparziel, sondern ein Ziel zur Ergebnisverbesserung.<BR>Einsparungen will VW auch mit einem neuen Arbeitszeitmodell erreichen. Der Streit mit dem Betriebsrat darüber ging am Freitag in Wolfsburg weiter. Es zeichneten sich jedoch erste Annäherungen ab.<BR><BR>Pischetsrieder präzisierte mit seinen jüngsten Ausführungen die Angaben aus einem Zeitungsinterview der vergangenen Woche. Dort hatte er gesagt: "Bis 2008 könnten nochmals mehr als vier Milliarden Euro Ergebnisverbesserungsmaßnahmen nötig sein." Dies war als ein Sparziel von vier Milliarden Euro verstanden worden, über das bereits laufende Programm "ForMotion" hinaus. In diesem Jahr geht die Konzernspitze davon aus, dass die angepeilte Größenordnung von 3,1 Milliarden Euro mit "ForMotion" erreicht wird.<BR><BR>Der konsequente Sparkurs hatte im vergangenen Jahr erste Erfolge gezeigt. Der operative Ergebnisrückgang fiel weniger stark aus als prognostiziert und im ersten Quartal konnte VW auch dank "ForMotion" den operativen Gewinn um 40 Prozent auf 464 Millionen Euro verbessern. Pischetsrieder geht nicht davon aus, dass sich die Lage für den Autoabsatz auf wichtigen Märkten in diesem Jahr wesentlich verbessert. Deshalb sei eine Fortsetzung des Sparkurses unabweislich.<BR><BR>Zu dem neuen Kostensenkungsprogramm bis 2008 gehört neben Einsparungen bei den Materialkosten im nächsten Jahr von mehr als einer Milliarde Euro auch die Senkung der Personalkosten. Einen Beitrag dazu soll ein neues Schichtmodell im Stammwerk Wolfsburg leisten, das zwischen Betriebsrat und Management jedoch noch umstritten ist.<BR><BR>Die Betriebsräte, die einem neuen Schichtmodell zustimmen müssen, hatten Anfang der Woche einen Vorschlag des Management offiziell abgelehnt. Danach sollte es 3-Tage-Wochen und 10-Stunden-Tage geben, Nachtschichten und damit Zuschläge sollten wegfallen. VW will so rund 67 Millionen Euro sparen. Jetzt wird dem Vernehmen nach über ein neues Modell - 6-Stunden Schichten an 5 Tagen - diskutiert. Die Arbeitszeit würde in drei Schichten, etwa ab sechs Uhr morgens so organisiert, dass Nachtschichten entfallen könnten. Die Einsparung könnte eine ähnliche Größenordnung erreichen.</P><P>Hintergrund für die Planungen ist auch der neue Tarifvertrag bei VW, der im Herbst 2004 vereinbart worden war. Er eröffnet bei der Gestaltung der Arbeitszeit mehr Flexibilität. Die Arbeitskosten will VW vom nächsten Jahr an um jährlich eine Milliarde Euro unter das heutige Niveau drücken.</P>

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