Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund

Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund
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Auf dem Gelände des Hauptzollamtes in Frankfurt (Oder) zeigt eine Zollbeamtin Schmuggelzigaretten, die in einer Lkw-Ladung Zwiebeln versteckt waren.

Fiskus verbucht Rückgang

Höhere Tabaksteuer = weniger Einnahmen

Wiesbaden - Die Erhöhung der Tabaksteuer hat dem deutschen Fiskus einen Einnahmerückgang eingebrockt: Immer mehr Raucher besorgen sich ihre Glimmstengel am Fiskus vorbei.

Im ersten Halbjahr 2013 wurden 36,6 Milliarden Zigaretten versteuert und damit so wenige wie nie in diesem Zeitraum seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Nach dem Rückgang zu Jahresbeginn wurden auch im zweiten Quartal mit gut 19,6 Milliarden Stück 4,3 Prozent weniger Glimmstengel versteuert als ein Jahr zuvor. Auch die Menge des versteuerten Feinschnitts sank - um 7,7 Prozent auf 6371 Tonnen. Dagegen erhöhten sich der Absatz von Pfeifentabak (plus 6,9 Prozent auf 256 Tonnen) sowie Zigarren und Zigarillos (plus 4,7 Prozent auf 879 Mio Stück).

„Die Entwicklung führen wir vor allem auf die Steueranhebung zum 1. Januar zurück“, sagte ein Statistiker. In Deutschland müssen Raucher seit Jahresbeginn tiefer in die Tasche greifen - als Konsequenz einer 2010 beschlossenen stufenweisen Erhöhung der Tabaksteuer. Damals hatte die Bundesregierung eine Anhebung auf den Weg gebracht, die bis 2015 eine Preissteigerung von vier bis acht Cent pro Jahr für eine Schachtel Zigaretten ausmacht. Die Tabaksteuer ist nach der Mineralölsteuer die zweitwichtigste Verbrauchssteuer.

Nachdem Industrie und Handel die Steuererhöhung im laufenden Jahr zunächst vielfach selbst übernommen hatten - auch weil mit fünf Euro je Zigaretten-Schachtel eine gewisse Schmerzgrenze erreicht schien - zogen große Hersteller jüngst die Preise für die Verbraucher an.

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Nach Einschätzung von Experten besorgen sich viele Raucher deshalb billigere Ware jenseits der Grenze - vor allem solche, die nahe der östlichen Nachbarländer leben. Einer früheren Schätzung des Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG zufolge wird mehr als jede fünfte in Deutschland gerauchte Zigarette nicht hierzulande versteuert. Steuerausfall: etwa vier Milliarden Euro.

Den Zahlen des Bundesamtes zufolge wurden im zweiten Quartal 2013 Tabakwaren im Wert von 5,9 Milliarden Euro versteuert. Das waren 131 Millionen Euro beziehungsweise 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Großteil der versteuerten Summe (4,9 Mrd Euro) entfiel auf Zigaretten. Für das gesamte Halbjahr addierten sich die versteuerten Verkaufswerte im Handel auf 11,0 Milliarden Euro. Das war der niedrigste Wert für die ersten sechs Monate eines Jahres seit dem ersten Halbjahr 2001 (10,5 Mrd Euro).

dpa

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