Erich Sixt darf über sein Gehalt schweigen

- München - Das Einkommen von Mietwagen-König Erich Sixt bleibt geheim. Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland ließ die Sixt AG trotz Kritik von Kleinaktionären auf der Hauptversammlung beschließen, dass auch nach der jüngsten Gesetzesänderung die Gehälter von Vorstand und Aufsichtsrat nicht individuell ausgewiesen werden. Die dafür notwendige Drei-Viertel-Mehrheit wurde mit 98 Prozent der anwesenden Stammaktien übertroffen.

Die Abstimmung war eher Formsache, da Erich Sixt über die notwendige Mehrheit an Stammaktien selbst verfügte. Die Prognosen für das laufende Jahr erhöhte Deutschlands größter Autovermieter nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr.Bundestag und Bundesrat hatten vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das börsennotierte Unternehmen zur Nennung der individuellen Managergehälter verpflichtet. Sixt sieht darin einen zu starken Eingriff in die Privatsphäre. Zudem werde sein persönliches Risiko noch verstärkt, da es in Deutschland viel Neid gebe. Daher nutzte er die Ausnahmeregelung. Da Sixt 57 Prozent der Stammaktien hält, war ihm die Mehrheit fast sicher, da nie alle Anteilseigner zur Hauptversammlung kommen.Laut Geschäftsbericht haben die Vorstände der Sixt AG und das Management von Tochtergesellschaften im vergangenen Jahr gut vier Millionen Euro verdient. Nachdem die Geschäfte in den ersten sechs Monaten besser als erwartet gelaufen sind, erhöhte Sixt die Prognose für das laufende Jahr. "Wir erwarten für 2005 eine Ertragssteigerung von mindestens 25 Prozent. Unsere Umsatzentwicklung wird über den prognostizierten fünf Prozent liegen", sagte Sixt. Bisher war das Unternehmen von einem Anstieg des Gewinns vor Steuern um 20 Prozent ausgegangen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern vor Steuern gut 50 Millionen Euro verdient.

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