Ermittler sehen neue Vorwürfe gegen Ackermann skeptisch

- Die neuen Vorwürfe gegen Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann im Zusammenhang mit dem Verkauf des Lebensversicherers Deutscher Herold werden von der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft skeptisch gesehen. Man habe zwar ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, die Grundlage sei aber derzeit "sehr vage", sagte Staatsanwalt Bernhard Englisch.

<P>Düsseldorf - Die Ermittler haben die Bankenaufsicht in Bonn um eine Stellungnahme gebeten. Das Verfahren sei "im Frühstadium". Auch sei noch nicht geprüft worden, ob Ackermann überhaupt der richtige Adressat der Vorwürfe sei.</P><P>Ein Düsseldorfer Bürger hatte gegen Ackermann Strafanzeige erstattet und unter anderem geltend gemacht, der Verkauf des Lebensversichers Deutscher Herold an die Zurich Financial Services habe den Wert seiner Lebensversicherungen gemindert. Dazu sagte Englisch, es sei "eher abwegig", im Verkauf eines Unternehmens an einen finanziell weniger potenten Eigentümer eine Straftat zu sehen.</P><P>Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit dem Verkauf wegen des Vorwurfs des Betrugs und der Untreue. Die Ermittlungen richten sich offiziell gegen Ackermann sowie gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden und früheren Bankchef Rolf Breuer.</P><P>Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte erneut, die Vorwürfe seien "unhaltbar" und "aus der Luft gegriffen". Die Strafanzeige war Ende September eingegangen. Darin heißt es auch, bei dem im April 2002 abgeschlossenen Verkauf des Versicherungsunternehmens Deutscher Herold an die Zurich Finances Services sei es nach dem Verkauf zur sachwidrigen Verwendung der Vermögenswerte durch die Zürcher Firma gekommen.</P>

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