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Gegen Siemens wird in Frankreich wegen Erpressung ermittelt.

Französische Behörden ermitteln wegen Erpressung

Siemens-Managerin soll Druck gemacht haben

München - Nachdem für Siemens ein Auftrag für die U-Bahn im französischen Lille geplatzt war, droht jetzt der nächste Ärger: Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Erpressung.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Martine Aubry, wirft dem Konzern vor, sie unter Druck gesetzt zu haben, nachdem der Zuschlag an den französischen Konkurrenten Alstom gegangen war, berichtet die “Financial Times Deutschland“ (Freitag).

Nun habe die französische Behörde Vorermittlungen eingeleitet. Eine hochrangige Managerin des Münchner Unternehmens habe etwa eine Mail an Aubry, die zugleich Parteichefin der regierenden Sozialisten ist, geschrieben und mit Einschnitten im Frankreich-Geschäft gedroht. Siemens will sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Konzern hatte sich bereits gegen die Vergabe des rund 260-Millionen-Euro-Auftrags gewehrt, allerdings ohne Erfolg.

dpa

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