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Ermittlungen gegen Hartz nur noch bis Jahresende?

- Braunschweig - Die Ermittlungen gegen den ehemaligen VW-Personalvorstand Peter Hartz in der Affäre um Korruption und Vergnügungsreisen bei dem Wolfsburger Konzern werden vermutlich noch in diesem Jahr abgeschlossen. Nachdem Hartz am Montag eine Begünstigung des ehemaligen Konzernbetriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert eingeräumt hatte, könnten die Ermittlungen voraussichtlich zügiger als gedacht beendet werden, sagte der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe und bestätigte damit Medienberichte.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ermittelt noch gegen insgesamt 13 Beschuldigte wegen Untreue und Betrug beziehungsweise Beihilfe, darunter auch gegen Volkert. Gegen einen Beschuldigten, der aber als Randfigur gilt, wurde das Verfahren kürzlich gegen eine Geldaufanlage eingestellt.

Hartz hatte am Montag eine "strafrechtliche Verantwortlichkeit für Begünstigungen des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden" eingeräumt, hieß es in der Mitteilung eines nach eigenen Angaben von Hartz beauftragten Medienbüros. Dabei habe es sich vor allem um Sonderbonuszahlungen gehandelt, die er mit der Bedeutung des Amtes des Konzernbetriebsratsvorsitzenden in einem weltweit tätigen Unternehmen begründete.

Behördensprecher Ziehe wollte zwar nicht bestätigen, dass es zu einer Anklage gegen Hartz kommt, der Sachlage nach scheint dies aber wahrscheinlich. "Wir ermitteln weiter wegen Betruges und Untreue", betonte Ziehe. Sollte Hartz sich vor Gericht verantworten müssen, was frühestens im Frühjahr 2007 sein kann, könnte sich seine Aussage strafmildernd auswirken.

Die VW-Affäre war im Juni 2005 ins Rollen gekommen. Als Schlüsselfiguren gelten Ex-Skoda-Personalchef Helmuth Schuster und sein enger Mitarbeiter Klaus-Joachim Gebauer. Sie sollen Schmiergeld verlangt und mit Hilfe eines weltweiten Netzes von Tarnfirmen Geld auf eigene Konten umgeleitet haben, das eigentlich VW zugestanden hätte. Gebauer streitet derzeit auch gegen seine fristlose Kündigung. Nachdem das Arbeitsgericht Braunschweig seine Klage abgewiesen hat, wird sich nun am 19. Dezember das Landesarbeitsgericht Hannover mit der Kündigungsklage beschäftigen.

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