Erneut Warnstreiks bei der Post

Bonn/Berlin - Vor der vierten Tarifrunde bei der Post haben sich am Dienstag bundesweit mehrere tausend Mitarbeiter an Warnstreiks beteiligt. Alle großen Brief- und Paketzentren seien betroffen gewesen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di.

Mehrere Millionen Briefe und Pakete seien liegengeblieben und könnten daher am Mittwoch nicht mehr zugestellt werden. Die Verhandlungen am Donnerstag und Freitag seien der letzte Termin, um im Tarifstreit eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden.

Die Deutsche Post äußerte Unverständnis für die erneuten Arbeitsniederlegungen. Sie seien wenig zielführend und wirkten sich auf die Atmosphäre der anstehenden Gespräche eher belastend aus, sagte Postsprecher Uwe Bentsien. Die Gewerkschaft fordert für die 130 000 Tarifbeschäftigten eine lineare Anhebung des Entgelts um sieben Prozent für zwölf Monate bis Ende April 2009. Zudem will sie einen neuen Vertrag, der betriebsbedingte Kündigungen für die Tarifbeschäftigten bis 2011 ausschließt sowie die Arbeitszeit der 53 000 Postbeamten auf 38,5 Stunden festschreibt.

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