GE eröffnet Forschungszentrum

- München - Der US-Mischkonzern General Electric setzt nach der Eröffnung seines neuen Forschungszentrums in Garching bei München auf verstärktes Wachstum in Europa. Positive Impulse sollen vor allem aus der größeren Kundennähe kommen, sagte GE-Chef Jeff Immelt am Montag. "Es ist wichtig für uns, dort vertreten zu sein, wo wir große Kunden haben." In Deutschland plant das Unternehmen in diesem Jahr Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich.

Das Wachstum soll vor allem in den Geschäftsfeldern Medizintechnik, Energie und Transporttechnik erzielt werden.<BR>Bislang investierte General Electric rund 52 Millionen Dollar in das Forschungszentrum. Zum Jahr 2005 sollen 150 Wissenschaftler in Garching arbeiten. Das Zentrum solle mittelfristig ausgebaut werden. "Das ist nur der Anfang von etwas sehr Großem für die Region und für GE", sagte Immelt. Ausschlaggebend für die Entscheidung, das Zentrum in Garching anzusiedeln, sei die Nähe zur Technischen Universität München und deren Vernetzung mit anderen Universitäten, vor allem in Osteuropa.<BR><BR>Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und Innenminister Otto Schily (SPD) betonten die symbolische Bedeutung der Eröffnung des Forschungszentrums. Schily hob die Qualität der deutschen Forscher hervor. "Der Wissenschaftsstandort Deutschland ist besser als sein Ruf." Um den Standard halten zu können, seien jedoch weitere Investitionen in Spitzentechnologie und Forschung nötig, sagte Stoiber.<BR><BR>Stoiber hofft auch durch die Nähe des GE-Zentrums zum Sitz des Konkurrenten Siemens auf eine weitere Belebung des Wettbewerbs. Dies sei eine Chance für den Standort. Bei einem Treffen mit Siemens-Chef Heinrich von Pierer habe er diesen auch auf die Vorteile der Nähe hingewiesen: "Jetzt haben sie ihren Konkurrenten GE direkt vor der Haustür und können ihn viel besser beobachten."<BR><BR>Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen in Deutschland eine Umsatzsteigerung von 4,4 auf sechs Milliarden Dollar. Europaweit General Electric rund 32 Milliarden Euro Umsatz, das sei die Hälfte der weltweiten Erlöse außerhalb der USA und entspreche einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2002, hieß es. Derzeit hat GE in Europa rund 75 000 Beschäftigte, rund 7000 davon in Deutschland. <BR>

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