Erste Geständnisse im Dornier-Prozess

- Oberpfaffenhofen - Im Sitzungssaal des Landgerichts München II wurde es eng. Acht Angeklagte samt ihrer Verteidiger mussten zum Prozessauftakt um eine Millionen-Affäre beim inszwischen insolventen Luftfahrtunternehmen Fairchild Dornier in Oberpfaffenhofen (Kreis Starnberg) Platz finden. Schließlich wurde die Anklagebank provisorisch um die Ecke ausgebaut - bis endlich mit dem Verfahren begonnen werden konnte.

Wie berichtet, wird sechs ehemaligen Mitarbeitern zur Last gelegt, über vier Jahre tausende Flugzeugteile im Wert von füfn Millionen Euro entwendet zu haben. Weil die Kontrollen der Mitarbeiter-Fahrzeuge in der Regel angekündigt wurden, fiel es den Männern leicht, die Ersatzteile mit ihren Privat-Pkw vom Werksgelände zu schmuggeln. Als schließlich doch einer erwischt wurde, kamen die Ermittlungen in Gang. Bei einer Durchsuchung der norddeutschen Abnehmerfirma Airspace Support wurden gestohlene Dornier-Teile gefunden. Die wiederum waren mit Abkürzungen versehen, welche zu den anderen Tätern führten.<BR><BR>Während zwei der mittlerweile vernommenen Mitarbeiter ein Geständnis ablegten, bestritten die beiden 37 und 39 Jahre alten Chefs von Airspace Support jegliches Mittäterwissen. Sie seien der Ansicht gewesen, bei Dornier eingekauft zu haben. Die Verfahren sollen nun von einander abgetrennt werden.<BR>

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