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So wie hier in Thüringen gingen die Metallarbeiter in den Warnstreik.

Erster Warnstreiks im Metall-Tarifkonflikt

Mainz/Erfurt - In der Tarifrunde für bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie ist es zu ersten Warnstreiks gekommen.

In Thüringen legten am Donnerstagmorgen rund 650 Beschäftigte in verschiedenen Betrieben für rund eine Stunde die Arbeit nieder, wie die IG Metall berichtete. Die Gewerkschaft hatte am Vortag das in Düsseldorf erstmals auf den Tisch gelegte Angebot der Arbeitgeber von 3 Prozent mehr Geld als ungenügend abgelehnt. Die IG Metall verlangt in einem Paket 6,5 Prozent mehr Geld sowie die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern.

Im Siemens-Generatorenwerk in Erfurt war nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers die komplette Frühschicht dem Aufruf gefolgt. In Thüringen wie auch in den anderen ostdeutschen Ländern gilt die bis zum 28. April währende Friedenspflicht der West-Tarifverträge nicht, so dass dort bereits Warnstreiks rechtens sind. In der kommenden Woche sollen weitere Aktionen etwa in Sachsen-Anhalt folgen.

Angebot ist "obere Grenze"

Unterdessen gingen die regionalen Verhandlungen weiter, bei denen die Arbeitgeber im Wesentlichen die Offerte von Düsseldorf wiederholten. Nach Nordrhein-Westfalen folgten am Donnerstag Bayern, und die Region Mitte mit den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen. Auch in Baden-Württemberg, wo schon häufig Pilotabschlüsse erreicht worden sind, sollte am Donnerstag noch verhandelt werden.

“Wir gehen mit dem Gefühl in die Verhandlungen, dass wir ein überzeugendes Lösungspaket vorgelegt haben“, sagte der Mitte-Verhandlungsführer Eduard Kulenkamp in Mainz. “Wer das als Mogelpackung bezeichnet, der hat wohl nicht richtig hingeguckt.“ Seine bayerische Kollegin Angelique Renkhoff-Mücke verteidigte das Angebot. “Das ist die obere Grenze. Damit ist der verteilungsneutrale Spielraum ausgeschöpft“, sagte die Verhandlungsführerin in Schweinfurt.

dpa

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