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Die Auslieferung der Boote an Saudi-Arabien ist auch innerhalb der Bundesregierung umstritten.

Auftrag bringt Milliarden

Erstes Patrouillenboot für Saudi-Arabien verlässt Werfthalle

Wolgast - Das erste Küstenschutzboot für Saudi-Arabien hat am Donnerstag die Werfthalle der Wolgaster Peenewerft verlassen.

Die Bremer Lürssen-Gruppe, zu der die Wolgaster Werft gehört, hatte den milliardenschweren Auftrag für den Bau einer Flotte neuer saudischer Patrouillenboote erhalten und vor einem Jahr mit dem Bau begonnen. Jetzt soll im werfteigenen Hafen die Endausrüstung beginnen.

Die Auslieferung der Boote an Saudi-Arabien, das international wegen Verstößen gegen Bürger- und Menschenrechte in der Kritik steht, ist innerhalb der Bundesregierung umstritten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach sich erst am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem saudischen Amtskollegen Adel Al-Dschubair für die Lieferung der insgesamt 48 Patrouillenboote aus. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll nach Medienberichten dagegen entschlossen sein, die Lieferung zu stoppen. Offiziell gab es dazu aus dem Wirtschaftsministerium zunächst keinen Kommentar.

Ungeachtet der noch ausstehenden Entscheidung schreiten die Arbeiten auf der Werft in Wolgast voran. Die Boote für die saudi-arabische Küstenwache seien mit Booten der deutschen Bundespolizei See vergleichbar. Sie sollen laut Werft zum Schutz von Offshore-Anlagen, zur Eindämmung von Schmuggel und Piraterie sowie zur Seenotrettung eingesetzt werden.

dpa

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