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So viele Menschen wie nie zuvor in den Wintermonaten haben derzeit Arbeit.

Deutscher Arbeitsmarkt ist robust

Quartal: So viele Menschen wie nie zuvor haben Job

Wiesbaden - Der deutsche Arbeitsmarkt ist robust wie nie. Auch dank des milden Winters haben im Auftaktquartal so viele Menschen einen Job in Deutschland wie nie zuvor in den Wintermonaten.

Der Boom am deutschen Arbeitsmarkt setzt sich fort: Im ersten Quartal 2014 hatten nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 41,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. „So viele Erwerbstätige gab es noch nie in einem ersten Quartal“, sagte ein Statistiker am Dienstag in Wiesbaden.

Zwar sank die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Schlussquartal 2013 um 476 000 Personen oder 1,1 Prozent. Dieser Trend ist zum Jahresstart aber üblich - und er fiel aufgrund des milden Winters geringer aus als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (minus 546 000 Personen).

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Erwerbstätigen hingegen um 344 000 Menschen oder 0,8 Prozent. Damit setzt sich der Aufwärtstrend des vergangenen Jahres fort: Im ersten, dritten und vierten Quartal 2013 hatte der Anstieg jeweils 0,6 Prozent betragen, im zweiten Quartal 0,5 Prozent.

Mehr Jobs bei Unternehmensdienstleistern

Der Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal ist nach den Angaben erneut überwiegend auf die Dienstleistungsbereiche zurückzuführen. Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne in diesem Bereich gab es bei den Unternehmensdienstleistern (plus 140.000 Personen bzw. 2,6 Prozent), gefolgt von den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von 117.000 Personen (plus 1,2 Prozent). Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe gab es zusätzlich 36.000 Beschäftigte (plus 0,4 Prozent).

Der Zuwachs im Jahresvergleich ist nach den Angaben ausschließlich auf ein Plus bei den Arbeitnehmern um 391.000 (plus 1,1 Prozent) auf 37,32 Millionen Menschen zurückzuführen. Hingegen sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger um 47 000 Personen (minus 1,1 Prozent) auf 4,42 Millionen - und damit auf den niedrigsten Stand der Selbstständigkeit seit dem ersten Quartal 2005. Die Statistiker begründeten dies auch mit dem sinkenden Niveau der gesetzlich geförderten Selbstständigkeit: Seit 2012 werde nicht mehr jeder Antrag grundsätzlich genehmigt.

dpa

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