Erstmals mehr als 25 Millionen Bayern-Touristen

- Nürnberg - Die Zahl der Touristen in Bayern hat im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 25 Millionen überschritten. Das bedeute ein Plus von zwei Prozent, sagte Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) am Montag auf dem Tourismustag in Nürnberg.

Bei einer weiter rückläufigen Aufenthaltsdauer blieb die Zahl der Übernachtungen dagegen mit rund 74 Millionen in etwa konstant.

Mit 12 Millionen erreichte auch die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen einen neuen Rekord. Dies bedeutet laut Huber ein Plus von neun Prozent. Für 2007 erwartet der Minister auf Grund der guten Konjunktur und der verbesserten Einkommenssituation erneut ein überdurchschnittliches Wachstum im Urlaubsland Nummer eins in Deutschland. Besondere hohe Zuwachsraten werde es im Bereich hochwertiger Wellness-Produkte mit medizinischen Inhalten geben.

Huber: "Eine schöne Landschaft genügt nicht"

Um im wachsenden internationalen Konkurrenzkampf auch langfristig bestehen zu können, müsse weiter in Qualität investiert werden, sagte Huber. Der Freistaat stelle dafür in den nächsten drei Jahren zinsverbilligte Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro zu Verfügung. "Eine schöne Landschaft, sauberes Wasser und gute Luft alleine genügen nicht, um gegen günstige Angebote aus osteuropäischen Ländern, Billigflieger und Pauschalreisen bestehen zu können", sagte Huber.

Der Städtetourismus verzeichnete im vergangenen Jahr überwiegend zweistellige Zuwachsraten. Besonders profitiert haben die WM-Städte München und Nürnberg. Dagegen gab es vor allem in den ländlichen Regionen Ostbayerns leichte Rückgänge. Dort gelte es, die kulturellen Angebote in Zusammenarbeit mit den Städten zu verbessern, sagte der Geschäftsführer der Bayern Tourismus Marketing GmbH, Richard Adam. Insgesamt erwirtschaftete der Fremdenverkehr im Freistaat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 24 Milliarden Euro.

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