Erstmals Mindestlohn für Postbranche ausgehandelt

Bonn - Für die Postbranche ist erstmals ein Mindestlohn ausgehandelt worden. Er liegt zwischen acht und 9,80 Euro. Darauf einigten sich die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband AGV Postdienste, wie beide Seiten mitteilten.

Der Mindest-Lohntarifvertrag soll für für die rund 200 000 Beschäftigten der Postdienstebranche gelten. Vereinbart wurden mindestens 9,80 Euro pro Stunde für Briefzusteller im Westen und 9 Euro für Zusteller im Osten. Der Mindestlohn für die Branche Postdienste außer Briefzusteller beträgt 8,40 Euro pro Stunde im Westen und 8 Euro im Osten.

Die Berliner Koalition hatte signalisiert, dass eine Tarifvereinbarung über das Entsendegesetz für die Branche allgemein verbindlich werden könnte. Dafür muss nun von den Tarifparteien ein entsprechender Antrag gestellt werden.

"Dieser Vertrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu fairen und sozialen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der Postdienstbranche", erklärte Andrea Kocsis vom ver.di- Bundesvorstand. Die Untergrenze von acht Euro stelle sicher, dass die Beschäftigten ihren Lebensunterhalt mit ihrer Arbeit bestreiten könnten und nicht auf ergänzendes Arbeitslosengeld II angewiesen seien.

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