Erstmals seit Jahren wieder mehr Beschäftigte im Handwerk

Wiesbaden - Das Handwerk in Deutschland hat 2007 mehr Menschen Arbeit gegeben als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, waren im vergangenen Jahr im zulassungspflichtigen Handwerk 0,8 Prozent mehr Personen tätig als 2006. Das ist der erste Beschäftigungsaufbau seit 2004.

Zuvor hatte es jeweils einen Beschäftigungsabbau gegeben (2006: minus 1,4 Prozent, 2005: minus 3,6 Prozent, 2004: minus 3,4 Prozent). Absolute Zahlen nennt die Statistik, die 41 Berufe erfasst, nicht.

Die Umsätze des Handwerks lagen im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent unter denen des Vorjahres. Ursache war vor allem das vierte Quartal 2007, in dem die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,4 Prozent zurückgingen. Das hatte jedoch vor allem damit zu tun, dass das Schlussquartal 2006 so stark ausgefallen war: Wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2007 waren viele Aufträge noch Ende 2006 erteilt worden und hatten dem Handwerk im vierten Quartal 2006 ein kräftiges Umsatzplus von 13,8 Prozent beschert.

Den größten Umsatzanstieg gab es im vergangenen Jahr mit plus 7,6 Prozent in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, zu denen etwa Metallbauer und Informationstechniker gezählt werden. Umsatzrückgänge verzeichneten Baufirmen und Friseure. Der größte Umsatzrückgang wurde mit 6,0 Prozent vom Kraftfahrzeuggewerbe gemeldet. Bei den Kfz- Betrieben blieb die Beschäftigung entgegen dem insgesamt leicht positiven Trend des Handwerks auf Vorjahresniveau. Sogar weniger Beschäftigte gab es im Gesundheitsgewerbe und bei Friseuren.

Auch die deutsche Industrie schafft zunehmend Arbeit: Ende Januar 2008 waren in den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes gut 5,3 Millionen Menschen tätig. Das waren laut Bundesamt gut 126 400 oder 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Erfasst werden in dieser Statistik Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten.

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