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Der überraschend kräftige Aufschwung beschert Deutschland aus Sicht des Forschungsinstituts DIW einen Job-Rekord.

DIW erwartet Job-Rekord

Berlin - Krise ade: Der überraschend kräftige Aufschwung beschert Deutschland aus Sicht des Forschungsinstituts DIW einen Job-Rekord.

“Im Schnitt werden im nächsten Jahr rund 40,4 Millionen Menschen arbeiten ­ so viele wie noch nie im vereinigten Deutschland“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, am Dienstag in Berlin.

Für dieses Jahr rechnen die Forscher mit einem deutlichen Wachstum von 3,4 Prozent, nachdem die deutsche Wirtschaft im Krisenjahr 2009 um 4,7 Prozent geschrumpft war. Der Wachstumskurs dürfte sich fortsetzen, aber weniger rasant als im ersten Halbjahr. Für 2011 erwartet das DIW zwei Prozent Plus.

Mit der raschen Erholung setze sich Deutschland an die Spitze der Industrieländer, erläuterte DIW-Konjunkturchef Christian Dreger. Zu dem spektakulären Konjunkturhoch im Sommer habe beigetragen, dass Lagerbestände aufgefüllt und Bau-Aufträge aus dem sehr kalten Winter nachgeholt worden seien. Vorerst trage der Export den Aufschwung. Da sich der Welthandel jedoch abkühlen werde, dürfte das Wachstum 2011 stärker vom privaten Konsum im Inland abhängen.

Trotz höherer Steuereinnahmen solle der Staat jetzt “nicht mit Steuergeschenken um sich werfen“, warnten die Forscher. Vielmehr müsse der Abbau der Defizite nun sogar beschleunigt werden. Mit den erwarteten Wachstumsraten liege Deutschland über der Schwelle von knapp einem Prozent, ab der Arbeitsplätze geschaffen würden. Schon in diesem Jahr dürfte die Erwerbstätigenzahl auf 40,33 Millionen (2009: 40,27 Mio.) steigen. Bei der Arbeitslosenzahl rechnet das DIW mit einem Rückgang auf 3,25 Millionen in diesem Jahr und 3,14 Millionen 2011. Die Inflationsrate dürfte 2010 bei gut einem Prozent liegen.

Trotz der positiven Zahlen sei bei Tarifverhandlungen weiterhin ein Kurs “Arbeitsplätze gegen zurückhaltende Lohnsteigerungen“ zu empfehlen, sagte Zimmermann. In einzelnen Betrieben oder Branchen könnte es aber deutlichere Steigerungen geben.

dpa

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