BMW erwartet starken Absatzrückgang in USA

München/New York - Der Autobauer BMW überdenkt angesichts deutlicher Bremsspuren in den USA seine Strategie auf dem wichtigsten Auslandsmarkt.

In diesem Jahr werde der Absatz der BMW-Gruppe in den USA voraussichtlich um rund zehn Prozent zurückgehen, sagte BMW Nordamerika-Chef Jim O'Donnell der US-Fachzeitschrift "Automotive News." Er werde künftig lieber weniger Autos verkaufen, als sie ohne Gewinn aus dem Fenster hinauszuwerfen, kündigte er an. Es sei falsch, in einen schrumpfenden Markt zu drängen.

O'Donnell will das Leasing-Geschäft in den USA weiter verringern, die Kosten senken und 90 Stellen streichen. Außerdem sollen die Kaufanreize gekürzt werden, die vor allem zum Jahresende üblich waren. Im Januar werde O'Donnell seine neue Strategie für den US- Markt dem Management in Deutschland vorstellen, berichtete die Zeitung.

Der US-Automarkt leidet derzeit massiv unter der Zurückhaltung der Verbraucher wegen der hohen Spritpreise und der Finanzkrise. BMW hatte bis Ende August 2,5 Prozent weniger Autos seiner Marken in den USA verkauft. Ein noch stärkerer Rückgang wurde durch gute Verkaufszahlen beim Mini verhindert.

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