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Erstmals seit dem dritten Quartal 2005 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Westdeutschland im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Erwerbstätigenzahl gesunken

Wiesbaden - Erstmals seit dem dritten Quartal 2005 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Westdeutschland im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Wie der zuständige Arbeitskreis des Bundes und der Länder am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, verringerte sich wegen der Wirtschaftskrise die Zahl der Menschen mit Job in den alten Ländern (ohne Berlin) von Juli bis September um 74.000 auf 32,9 Millionen. In Ostdeutschland setzte sich der Rückgang, der bereits zu Jahresanfang begonnen hatte, im dritten Quartal fort. Die Statistiker zählten mit 5,8 Millionen Erwerbstätigen 27.200 oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Einschließlich Berlin hatten dort 7,5 Millionen Menschen einen Job (minus 0,1 Prozent). Im Durchschnitt aller Länder verringerte sich die Erwerbstätigkeit im dritten Quartal um 0,2 Prozent auf 40,4 Millionen. Die Veränderungsraten reichten dabei von einem Zuwachs um 1,2 Prozent in Berlin bis zu einem Minus von 1,2 Prozent in Thüringen. Als Gründe für den Rückgang im Bundesdurchschnitt nannte der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder die Verringerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sowie einen Rückgang bei den Ein-Euro-Jobber in den neuen Ländern. Zudem habe die Krise bei der Zeitarbeit ihre Spuren hinterlassen.

ap

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