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Sinkende Erzeugerpreise könnten sich auch auf die Verbraucherpreise durchschlagen.

Erzeugerpreise sinken

Wiesbaden - Verbraucher können mit einer weiteren Entspannung an der Preisfront rechnen. Die Erzeugerpreise sind zuletzt so stark gesunken wie seit 23 Jahren nicht mehr.

Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, lagen die Erzeugerpreise im Juni 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Preise der Erzeuger wirken sich nach Einschätzung von Volkswirten mit einiger Verzögerung auch auf die Verbraucherpreise aus.

Den größten Einfluss auf die Jahresrate hatte im Juni die Preisentwicklung in der Energiebranche, die um 8,4 Prozent nachgab. Aber auch ohne die stark schwankenden Energiepreise gingen die Erzeugerpreise um 2,8 Prozent binnen eines Jahres zurück.

Für den Bereich Metalle verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Preisrückgang um 20,2 Prozent. Walzstahl war sogar 31,2 Prozent billiger als vor einem Jahr. Im direkten Vergleich von Mai zu Juni sanken die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent.

Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Die Verbraucherpreise lagen im Juni 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert, im Mai war erstmals seit 22 Jahren eine Jahresrate von 0,0 Prozent festgestellt worden.

dpa

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