Erzeugerpreise steigen so stark wie seit 27 Jahren nicht mehr

Wiesbaden - In Deutschland sind die Erzeugerpreise im Juli so stark wie seit knapp 27 Jahren nicht mehr gestiegen. Im Jahresvergleich seien die Preise auf Erzeugerebene um 8,9 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Dies ist der kräftigste Preissprung seit Oktober 1981 (plus 9,1 Prozent). Im Vormonat Juni hatte die Jahresrate noch merklich geringer bei 6,7 Prozent gelegen.

Auch auf Monatssicht legten die Erzeugerpreise im Juli kräftig zu. Sie stiegen um 2,0 Prozent und damit deutlich stärker als von Volkswirten mit plus 0,5 Prozent erwartet. Im Juni waren die Preise binnen Monatsfrist mit 0,9 Prozent noch wesentlich moderater gestiegen.

Wie schon in den vergangenen Monaten wurden die Erzeugerpreise vor allem von den Energiepreisen beflügelt. So kletterten die Preise für Energie im Jahresvergleich um 24,5 Prozent. Auf Monatssicht legten die Energiepreise um 5,1 Prozent zu. Ohne Berücksichtigung der Energiekomponente stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 3,6 Prozent. Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung zumindest teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

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