Erzeugerpreise ziehen deutlich an

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise in Deutschland haben erneut angezogen. Im Juni dieses Jahres verlangten Hersteller 1,7 Prozent mehr für ihre Produkte als im Vorjahresmonat.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Damit hat sich der Preisanstieg gegenüber dem Vormonat fast verdoppelt. Im Mai hatte die Teuerungsrate noch bei 0,9 Prozent gelegen. Im März mussten die Hersteller sogar noch mit sinkenden Preisen kämpfen. Besonders stark stiegen den Statistikern zufolge im Juni die Preise für Vorleistungsgüter, die im Produktionsprozess benötigt werden. Das Plus war mit 5 Prozent so groß wie seit April 2007 nicht mehr.

Die Preise für Metalle lagen um 17,2 Prozent höher als im Juni 2009. Walzstahl kostete 22,8 Prozent mehr. Chemische Grundstoffe verteuerten sich um 7,3 Prozent gegenüber Juni 2009. Billiger wurden dagegen Düngemittel und Stickstoffverbindungen (minus 15,4 Prozent) sowie Getreidemehl (minus 13,6 Prozent). Laut Statistikamt wirkten sich auch die Kosten für Energie dämpfend auf den Anstieg des Juni-Indexes aus: Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Preise im Juni “nur“ um 0,6 Prozent. Während Kraftstoff um 9,3 Prozent und Strom um 2,7 Prozent teuerer wurden, verbilligte sich Erdgas um 11,6 Prozent. Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich im Jahresvergleich um 0,6 Prozent. Butter und andere Fettstoffe aus Milch verteuerten sich gar um 59,7 Prozent. Milch kostete 15,2 Prozent mehr als im Juni 2009.

dapd

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