Escada mit Gewinnwarnung

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München (dpa) - Der größte deutsche Damenmode-Konzern Escada hat seine Prognose für Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Grund sei das weiter eingetrübte konjunkturelle Umfeld in wichtigen Märkten, insbesondere in den USA.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss in München mit. Die schlechten Nachrichten ließen die Aktien des Luxusmodeherstellers im nachbörslichen Handel weiter fallen. Zuvor hatte bereits die Absage des Finanzinvestors Apax an einen Einstieg bei Escada die Papiere kräftig unter Druck gesetzt.

Vor dem Hintergrund eines weiter verschlechterten Marktumfelds und auf Basis der Geschäftszahlen für Ende März erwarte das Unternehmen beim Konzernumsatz für das am 31. Oktober endende Geschäftsjahr einen Rückgang im höheren einstelligen Prozentbereich. Für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet Escada damit, den Vorjahreswert um 25 Prozent zu unterschreiten. Der Vorstand gehe derzeit von einem leicht positiven Nachsteuerergebnis aus, hieß es.

Bisher hatte sich Escada das Ziel gesetzt, bei Konzernumsatz und EBITDA Zuwächse im unteren einstelligen Prozentbereich zu erreichen. Dabei sei man jedoch von einem stabilen Marktumfeld ausgegangen. Im späten Frankfurter Parketthandel verloren die Titel 15,41 Prozent auf 13,45 Euro. Auf Xetra waren die Aktien zuvor bereits um fast 10 Prozent abgerutscht.

Grund für die frühen Kursverluste war die Absage von Apax. Der Finanzinvestor hat sich nach monatelangen Gesprächen entschlossen, die Pläne für eine Beteiligung an Escada nicht weiterzuverfolgen. Die jüngste Entwicklung des Kurses der Escada-Aktie und die Schwäche der internationalen Finanzmärkte böten keine Basis, um das Vorhaben fortzusetzen, hieß es.

Vor einigen Wochen war bekanntgeworden, dass Apax zusammen mit dem russischen Escada-Großaktionär Rustam Aksenenko die Mehrheit an dem Modekonzern übernehmen wollte. Die Spekulationen über einen Besitzerwechsel hatten der Aktie nach einer langen Talfahrt wieder Auftrieb gegeben.

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