Escada-Gläubiger wollen Rettungsplan zustimmen

München - Der ums Überleben kämpfende Modekonzern Escada hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zu seiner finanziellen Erholung genommen.

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) empfahl den Gläubigern des Unternehmens am Donnerstag in einer Mitteilung, das nachgebesserte Angebot für den Umtausch einer Anleihe anzunehmen. “Das nun gültige Umtauschangebot eröffnet nach Meinung der SdK den Anleiheinhabern die Möglichkeit, das eingesetzte Kapital wieder vollständig zurückzuerhalten und darüber hinaus an einer eventuellen positiven Unternehmensentwicklung zu partizipieren.“

Um sich von seiner Schuldenlast zu befreien, wollte Escada den Zeichnern einer Anleihe nur noch 40 Prozent ihres ursprünglichen Einsatzes zurückzahlen. Dagegen hatte aber unter anderem die SdK Front gemacht und Nachbesserungen verlangt. Sie kritisierte vor allem, der Escada-Plan benachteilige die Zeichner der Anleihe im Falle einer erfolgreichen Sanierung. Escada-Altaktionäre hatten daraufhin zusätzlich Aktien als Entschädigung angeboten. Die Umwandlung der Anleihe müssen 80 Prozent der Gläubiger zustimmen.

Sie ist der wichtigste Punkt in einem mehrteiligen Finanzplan zur Überlebenssicherung von Escada. Ein weiterer Baustein ist eine Kapitalerhöhung von rund 29 Millionen Euro, die derzeit ebenfalls läuft. Der Hersteller von Damenmode mit Sitz in Aschheim bei München kämpft nach hohen Verlusten ums Überleben. Wenn der Umtausch der Anleihe nicht klappt, muss Escada nach eigenen Angaben Insolvenz beantragen. Davon wären rund 2300 Beschäftigte betroffen. 

dpa

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