Escada-Großaktionär Aksenenko hält an Beteiligung fest

München/Genf - Der russische Großaktionär Rustam Aksenenko hält an seinem Engagement beim größten deutschen Damenmodekonzern Escada fest. Es gebe keine Verhandlungen über einen Verkauf der Beteiligung, teilte Aksenenko am Dienstag in Genf mit. "Wir glauben an das Potenzial der Marke."

Über seine Finanzgesellschaft Finartis und eigene Aktien hält Aksenenko Prozent der Anteile an Escada. Dennoch begrüßt er das Interesse von weiteren Investoren an Escada. Erst kürzlich habe sich ein weiterer Interessent gemeldet. Dabei handelt es sich nach Informationen aus Branchenkreisen um den Hamburger Kaufmann Michael Herz, den Mitinhaber der Holding Maxingvest, der der Kaffeeröster Tchibo und der Kosmetikkonzern Beiersdorf gehört. Sprecher von Escada und der Familie Herz hatten die Spekulationen in der vergangenen Woche nicht kommentiert. Zuvor hatte bereits der Finanzinvestor Apax einen Einstieg bei Escada geprüft, sich dann aber dagegen entschieden.

Am bisherigen Management will Aksenenko trotz anhaltender Probleme festhalten. "Wir stimmen der Strategie des Managements zu und unterstützen das Management in der entsprechenden Umsetzung", schrieb er. Herz und zuvor bereits Apax sähen nach Informationen des "Handelsblatts" hingegen den ehemaligen Vorstandschef von Hugo Boss, Bruno Sälzer, gern als Nachfolger des derzeitigen Chefs Jean-Marc Loubier.

Der Franzose war im vergangenen Jahr an die Spitze des Unternehmens gekommen, nachdem sein Vorgänger Frank Rheinboldt einen Machtkampf mit dem Großaktionär um die Neuausrichtung des Unternehmens verloren hatte. Auch Loubier war die Wende bislang aber nicht gelungen. Im April musste der Konzern seine Prognose für Umsatz und Gewinn in diesem Jahr deutlich senken.

dpa

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