Escada-Rettung läuft nur schleppend

München - Die Rettung des Modekonzerns Escada könnte noch scheitern. Der Umtausch einer Anleihe, bei dem die Gläubiger auf Teile ihrer Forderungen verzichten sollen, kommt nur schleppend voran.

Zur Halbzeit des Angebotes, am 14. Juli, hatten erst 37 Prozent der Gläubiger das Angebot angenommen, wie der Konzern in der Nacht zum Mittwoch in München mitteilte. Die Mindestannahmequote liegt bei 80 Prozent.

Der Umtausch ist der vierte und letzte noch fehlende Baustein in einem Rettungskonzepts für den Konzern, ohne den laut Escada-Chef Bruno Sälzer “die kurzfristige Insolvenz von Escada unausweichlich“ ist. “Das Ergebnis des Umtauschangebots ist unverändert schwer vorhersehbar“, erklärte der Manager. Man werde weiter kämpfen, um die Gläubiger vom Angebot zu überzeugen.

Gegen den schleppenden Anlauf des Umtausches hat offenbar auch eine Barprämie von 25 Euro pro 1000 Euro Altanleihe nicht geholfen, die Escada ursprünglich bis zum 14. Juli für Schnellentschlossene angeboten hatte. Der Konzern will sie jetzt bis zum Ende der Angebotsfrist am 31. Juli verlängern.

Bei dem Umtauschangebot sollen die Gläubiger für Altanleihen mit einem Nennwert von 1000 Euro zwei neue Anleihen und eine Barzahlung erhalten, die sich auf 400 Euro summieren. Das Volumen der alten Anleihe liegt bei 200 Millionen, sie würde 2012 fällig. 

ap

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