Escada senkt Prognose

Aschheim - Nach einem sehr schwachen Start der neuen Kollektion und Verlusten im abgelaufenen Quartal hat Deutschlands größter Damenmodekonzern Escada seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt.

Erwartet werde nun 2006/07 (31.Oktober) ein Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis, teilte die Escada AG am Donnerstag in Aschheim bei München mit. Bisher war der Konzern von Zuwächsen ausgegangen. Unter dem Strich rechnet Escada wegen der hohen Kosten für den Konzernumbau mit einem Verlust von etwa 25 Millionen Euro. Der Escada-Aktienkurs brach nach Bekanntgabe der Prognosesenkung um zeitweise sechs Prozent auf 24,60 Euro ein.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres musste der Escada-Konzern einen leichten Umsatzrückgang auf 157 Millionen Euro hinnehmen. Dabei brachen die Erlöse der Stammmarke Escada um fast sieben Prozent ein. Das Unternehmen führte dies auch auf die Umstellung von Lieferzeiten zurück. Die Herbst/Winter-Kollektion sei aber auch schlecht angelaufen. Unter dem Strich machte der Escada-Konzern im Quartal wegen der Restrukturierungskosten einen Verlust von mehr als 13 Millionen Euro nach einem kleinen Gewinn im Vorjahreszeitraum. Der neue Konzern-Chef Jean-Marc Loubier setzt seine Hoffnungen nun auf den eingeleiteten Umbau. Dieser sieht unter anderem die Schließung unrentabler Shops, einen deutlichen Ausbau des Accessoires-Geschäft und die Konzentration auf Kernmärkte vor.

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