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Mode von Escada soll nicht mehr nur Frauen vorbehalten bleiben. Die neue Eigentümerin "träumt" von einer Herrenlinie.

Escada will expandieren und Preise senken

Frankfurt/Main - Die neue Escada-Eigentümerin Megha Mittal hat eine rasche Rückkehr des Modeunternehmens in die Gewinnzone, einen Expansionskurs und Preissenkungen angekündigt.

“Ende 2010 schon sollte das Schlimmste vorbei sein“, sagte Mittal der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. “Vielleicht können wir in diesem Jahr bereits einen Gewinn erzielen. Falls nicht, dann 2011.“ Escada werde nicht lange auf die beiden Damemodelinien beschränkt bleiben, sagte die 33 Jahre alte Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten Lakshmi Mittal. “Wir denken über neue Produkte nach, über Kosmetik beispielsweise. Möglich wäre auch ein Relaunch der Kindermode. Außerdem träume ich von einer Herrenlinie.“

Luxus-Label Escada: Ende des Laufstegs

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Sie habe aber nicht vor, weitere Modemarken zu kaufen. Mittal will die Münchner Modefirma, die sie aus der Insolvenz kaufte, auch in ihre indische Heimat sowie nach China und Japan bringen. “Das sind Märkte, die wir noch nicht erreichen, die aber sehr interessant sind.“ Für viele Kundinnen sei Escada zu teuer, räumte sie ein: “Deshalb werden wir die Preise um etwa 20 Prozent senken.“

Kein Sorge um Image

Um das Image ihrer Firma sorgt sie sich nach eigener Darstellung nicht: “Schauen Sie sich die Hollywood-Schauspielerinnen an. Natürlich kaufen die Escada.“ Man kenne die Marke überall auf der Welt. “Sie hat Glamour, sie ist cool.“ Escada war einst die größte Damenmodemarke der Welt, Hollywoodstars wie Kim Basinger und Demi Moore trugen die Modelle.

Der Niedergang begann mit dem Börsengang 1986. In der Folge erweiterte Firmengründer Wolfgang Ley den Konzern durch Zukäufe, die ihrer Muttergesellschaft aber meist Verluste einbrachten. Im August vergangenen Jahres meldete Escada Insolvenz an.

apn

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