+
Flugzeuge von Etihad Airways, aufgenommen am 24.11.2010 auf dem Flughafen von Doha, Katar.

Kehrtwende

Gemeinsamer Ferienflieger: Etihad bricht Gespräche mit Tui ab

Air Berlins Großaktionär Etihad hat nach Darstellung von Tui alle Gespräche über die Gründung eines gemeinsamen Ferienfliegers abgebrochen.

Hannover - Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben des Tui-Konzerns an seine Mitarbeiter hervor. Die Tui, Air Berlin und Etihad hatten im Oktober 2016 Pläne für die neue Gesellschaft durch eine Verschmelzung der Tuifly mit der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki als wichtiges Element für die Sanierung der Air Berlin bekanntgegeben.

„Etihad strebt offenbar eine Perspektive für das Gesamtunternehmen Air Berlin/Niki an und will Niki nicht länger aus der Air Berlin herauslösen; das ist eine andere Grundlage als das, was Etihad und seine Gesellschafter im Dezember 2016 mit uns vereinbart haben“, heißt es in dem internen Schreiben. Damit stünde Niki nicht mehr für die Gründung einer gemeinsamen Airline zur Verfügung.

Tui: „Bedauerlich, aber nicht zu ändern“

Etihad habe offenbar mit Blick auf seine Investments in Europa, neue Pläne verfolgt und neu bewertet, wie sich die Airline künftig in Deutschland und Europa aufstellen wolle. „Insofern hat Etihad entschieden, die Verhandlungen mit uns nicht fortzuführen und die Vereinbarung aus dem Dezember 2016 nicht zu erfüllen; das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern“, teilt der Tui-Vorstand seinen Mitarbeitern mit.

Ihnen sollen bei einer Mitarbeiterversammlung am Nachmittag in Hannover weitere Informationen zu den Plänen des Konzerns für eine Neu-Positionierung der konzerneigenen Tuifly mitgeteilt werden. Die Beendigung der Gespräche mit Etihad hätten aber keine konkreten Auswirkungen auf den Flugbetrieb oder die Arbeitsplätze. Auch der bestehende Wetlease-Vertrag mit Niki bleibt unverändert bestehen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geldwäsche in Deutschland? Zoll ertrinkt in Hinweisen
Immer häufiger werden dem Zoll Hinweise auf Geldwäsche gemeldet. Offenbar bleibt aber viel Arbeit liegen. Die Regierung beschwichtigt dennoch.
Geldwäsche in Deutschland? Zoll ertrinkt in Hinweisen
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
Fast vier Monate nach der Insolvenz von Air Berlin ist nun endgültig klar: ein Teil geht an Easyjet. Bei den größten Teilen gibt es aber nach wie vor keine Klarheit.
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen letztlich doch noch aus der Deckung …
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab
Beim Billigflieger Ryanair wurde noch nie gestreikt. Das soll sich nach dem Willen mehrerer europäischer Pilotengewerkschaften noch in diesem Jahr ändern. Auch in …
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab

Kommentare