EU-Kommission berät über Trumps Zollpläne - Handelskrieg soll vermieden werden

Die EU-Kommission will am Mittwoch darüber entscheiden, wie auf Trumps Zollpläne reagiert werden soll. Der US-Präsident hat Strafzölle auf Stahl und Autos angekündigt.

Berlin - EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger hat „angemessene Maßnahmen„ der Europäischen Union auf die Zollpläne von US-Präsident Donald Trump angekündigt. „Es müssen Maßnahmen sein, die im amerikanischen Markt wirken, ohne jetzt eine übertriebene Reaktion und damit eine Eskalation auszulösen“, sagte Oettinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur vor Beratungen von CDU-Parteigremien in Berlin. „Einen Handelskrieg zu vermeiden wäre unser Ziel.“ Oettinger warnte: „Wenn der transatlantische Handelskonflikt eskaliert, sind die Gewinner die Asiaten.“

Trumps Drohungen schaden amerikanischer und deutscher Wirtschaft 

Die EU-Kommission will laut Oettinger am Mittwoch darüber entscheiden, wie sie auf die Zollpläne der USA reagiert. Trump hatte Strafzölle auf Stahl sowie Aluminium angekündigt. Am Samstag legte er nach und drohte Strafzölle für die europäischen Autoindustrie an.

„Das Ganze schadet der amerikanischen und der europäischen und deutschen Wirtschaft“ sagte Oettinger. Er wies darauf hin, dass deutsche Oberklasse-Autobauer wie BMW und Daimler in großer Stückzahl in den USA produzieren und weiter investieren wollten.

Eine Klage würde Jahre dauern

Oettinger sagte, es sei zweifelhaft, ob die Zollpläne der USA nach WTO-Recht zulässig seien. Eine Klage vor der Welthandelsorganisation (WTO) aber würde Jahre dauern. Deswegen werde die EU-Kommission überlegen, ob sie angemessene Maßnahmen ergreife.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Ingo Wagner

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