EU-Kommission: E.ON soll 38 Millionen Euro Strafe zahlen

Brüssel - Der Energiekonzern E.ON soll für den Bruch eines Siegels der Europäischen Kommission 38 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Diese Strafe verhängte die Brüsseler Behörde am Mittwoch.

Zur Begründung erklärte die Kommission, der Siegelbruch stelle einen schweren Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht dar. Fahnder der Behörde hatten das Siegel im Mai 2006 an der Tür eines E.ON-Raumes angebracht, um Unterlagen zu mutmaßlichen Wettbewerbsverstößen auf den deutschen Energiemärkten zu sichern.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass die Brüsseler Wettbewerbshüter einen Siegelbruch ahnden. "Mit dieser Entscheidung sendet die Kommission die klare Botschaft an alle Unternehmen, dass sich eine solche Behinderung der Ermittlungen nicht auszahlt", betonte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in einer Mitteilung.

Die Kommission "kann und will solche Verstöße nicht hinnehmen": Ihre Untersuchung von Verstößen gegen die Regeln des freien Wettbewerbs, in denen hohe Geldbußen drohen, dürfe nicht behindert werden. E.ON lieferte laut Kommission verschiedene Erklärungen für die Beschädigung des Siegels. "Keine der angegebenen Erklärungen erwies sich als stichhaltig", betonte die Kommission.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax knapp unter 13 000 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist heute knapp unter die Marke von 13 000 Punkten gefallen. Der Leitindex verlor im frühen Handel 0,13 Prozent und stand bei 12 986,33 …
Dax knapp unter 13 000 Punkten
Spanien senkt Wachstumserwartungen wegen Katalonien-Konflikt
Madrid (dpa) - Die spanische Regierung hat wegen des Katalonien-Konflikts die Wachstumserwartungen für das kommende Jahr gesenkt.
Spanien senkt Wachstumserwartungen wegen Katalonien-Konflikt
Staat verdient mehr an Rauchern
Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Fiskus hat mehr an Rauchern verdient. Im dritten Quartal wurden 7,2 Prozent mehr versteuerte Zigaretten produziert als im …
Staat verdient mehr an Rauchern
Lagarde zu Premier Tsipras: IWF voll des Lobes für Griechen
Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds ist voll des Lobes für die Reformen im lange krisengeschüttelten Griechenland.
Lagarde zu Premier Tsipras: IWF voll des Lobes für Griechen

Kommentare