EU-Kommission erlaubt debitel die Übernahme von Talkline

Brüssel/Stuttgart - Der Stuttgarter Mobilfunkprovider debitel darf seinen Wettbewerber Talkline vollständig übernehmen. Die Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission gaben am Freitag in Brüssel grünes Licht für den Zusammenschluss der beiden Unternehmen.

Es bestehe keine Gefahr, dass der Wettbewerb auf den betroffenen Märkten beeinträchtigt werden könnte, erklärte die EU-Kommission zur Begründung.

560 Millionen Euro hat debitel für das Elmshorner Unternehmen gezahlt. Mit dem Kauf erweitert die debitel AG ihre Kundenzahl um 3,8 Millionen auf knapp 13 Millionen und hat damit mehr als doppelt so viele Handy-Kunden unter Vertrag wie die Nummer zwei, die Freenet AG. Der Mutterkonzern von Talkline ist die dänische TDC Mobile International. TDC und ihre deutsche Tochter sind mehrheitlich in Besitz eines Finanzkonsortiums um Permira, die auch debitel kontrolliert.

Talkline und debitel betreiben kein eigenes Handy-Netz, sondern treten für T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 als Zwischenhändler von Mobilfunkverträgen auf. Talkline erwirtschaftetet 2006 mit etwa 800 Beschäftigten einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro, debitel fuhr Erlöse von 2,3 Milliarden Euro ein. Die Zahl der Mitarbeiter lag Ende vergangenen Jahres bei 2400.

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