EU-Kommission will Regeln für Flug-Buchungen lockern

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Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will die Vorschriften zur Buchung von Flügen im Reisebüro lockern. Das werde den Wettbewerb stärken und dass Angebot vergrößern, versprach EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot in Brüssel.

Seine Beamten verwiesen zugleich auf die zunehmende Bedeutung des Internets für Flugbuchungen. Dort will die Kommission umgekehrt strengere Regeln einführen, um eine verbreitete Irreführung der Kunden zu bekämpfen.

Für Reservierungssysteme, mit denen vor allem Reisebüros Flüge auswählen und buchen, gelten bisher strenge Vorgaben. Die Kommission schlug vor, eine "freie Preisbildung" auf diesem Markt zuzulassen. Die Systembetreiber und die Fluggesellschaften sollten künftig untereinander aushandeln können, welche Gebühren für eine Buchung zu zahlen sind. Der überarbeitete Kodex soll aber weiterhin verhindern, dass Fluggesellschaften von ihnen kontrollierte Buchungssysteme missbrauchen. Die Computer müssten Reiseoptionen neutral anzeigen und Komplettpreise angeben, erklärte die Kommission.

Bei Buchungen im Internet, die laut Kommission inzwischen 40 Prozent des Marktes ausmachen, ist der Endpreis häufig nicht sofort erkennbar. Dafür sind nach Auffassung des Verbandes europäischer Fluggesellschaften (AEA) vor allem die Billigflieger verantwortlich. Nur wenige AEA-Mitglieder böten auf ihren Webseiten Tickets zu Preisen an, zu denen anschließend noch Zuschläge und Gebühren hinzugerechnet würden, sagte Verbandssprecherin Françoise Humbert. EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva hatte den Airlines am Mittwoch pauschal eine Irreführung ihrer Kunden vorgeworfen.

Über Änderungen denkt die Kommission auch bei den Regeln zur Vergabe von Start- und Landerechten, den sogenannten Slots, nach. Die erst 2004 geänderte Verordnung zur Slot-Zuteilung haben sich laut Analyse der Brüsseler Behörde offenbar "nur geringfügig auf den Wettbewerb und die bestmögliche Nutzung knapper Kapazitäten ausgewirkt". Sie sollten eigentlich dazu beitragen, dass neue Anbieter an ausgelasteten Flughäfen Fuß fassen. Ein enger Mitarbeiter Barrots kündigte an, im April werde die Behörde ein neues Dokument dazu auf den Tisch legen.

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