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Deutschland hat nach Luxemburg und Schweden sowie Finnland und Dänemark mit das höchste Reduzierungsziel für Treibhausgase.

Von Deutschland wird eine deutliche Senkung verlangt

EU: Neue Emissionsziele für Mitgliedsstaaten

Brüssel - Die EU-Kommission hat nationale Ziele zur Senkung von Treibhausgasemissionen in den Wirtschaftsbereichen vorgeschlagen, die nicht vom Emissionshandel erfasst werden. Jedes Land hat andere Ziele zu erfüllen.

Die einzelnen Mitgliedstaaten müssen demnach bis 2030 ihren Schadstoffausstoß in Bereichen wie Gebäuden, Land- und Abfallwirtschaft sowie dem Verkehrsbereich insgesamt zwischen null und 40 Prozent senken, wie die Behörde am Mittwoch erklärte. Von Deutschland wird dabei eine deutliche Senkung um 38 Prozent verlangt.

Die EU hatte es sich 2014 zum Ziel gemacht, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um bis zu 40 Prozent zu senken. Basis ist dabei das Jahr 1990. Im Bereich des Emissionshandels, der Industrie und Energiewirtschaft betrifft, wurde darauf eine Senkung um 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 festgelegt.

Die nun auch auf nationaler Ebene festgelegten Ziele im Rest der Wirtschaft soll eine Verringerung um 30 Prozent im selben Zeitraum erreichen. Dieser Bereich stand laut Kommission im Jahr 2014 für rund 60 Prozent aller Emissionen.

Die Klimaziele fallen je nach Land sehr unterschiedlich aus. Deutschland hat nach Luxemburg und Schweden (je minus 40 Prozent) sowie Finnland und Dänemark (je minus 39 Prozent) mit das höchste Reduzierungsziel. Dagegen muss Rumänien den Ausstoß nur um zwei Prozent verringern und Bulgarien gar nicht.

Der Vorschlag berücksichtige die unterschiedliche Wirtschaftskraft der EU-Länder, erklärte die Kommission. "Das sorgt für Fairness, weil Mitgliedstaaten mit höheren Einkommen ehrgeizigere Ziele übernehmen werden als solche mit niedrigen Einkommen." Mit den Kommissionsplänen müssen sich nun der Rat der Mitgliedstaaten und das Europaparlament befassen.

afp

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