EU-Staaten billigen Möglichkeit für mehr Getreideanbau

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Brüssel (dpa) - Europas Landwirte dürfen angesichts historisch hoher Preise mehr Getreide anbauen. Die Agrarminister billigten am Mittwoch, das sonst für zehn Prozent der Felder bestehende Anbauverbot für die Aussaat in diesem Herbst und im kommenden Frühjahr auszusetzen.

EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel, die den Vorschlag gemacht hatte, hofft, dass das zehn bis 17 Millionen Tonnen zusätzlicher Ernte bringt. An den Weltmärkten werden derzeit Spitzenpreise für Getreide unter anderem wegen schlechter Ernten in Europa und Australien gezahlt.

Der sogenannte Flächenstilllegungssatz war 1988/89 auf freiwilliger Basis eingeführt worden. Von 1992 an galt er verpflichtend. Derzeit fallen etwa 3,8 Millionen Hektar in der EU unter diese Regelung. Die Maßnahme zielte damals darauf, die Überschussproduktion in der EU zu drosseln.

Auch Deutschland machte sich angesichts der Marktsituation für die Aussetzung stark. Der deutsche Agrar-Staatssekretär Gert Lindemann sagte: "Wir unterstützen den Vorschlag." Die Gefahr, dass durch mehr Anbau die Böden geschädigt werden könnten, sehe er nicht. Fischer Boel wies daraufhin, dass die Landwirte nun Planungssicherheit hätten.

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