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Griechenland soll im Rahmen des Ende Juni auslaufenden Hilfsprogramms noch 7,2 Milliarden Euro erhalten. Foto: Oliver Berg

EU-Vizekommissionschef: "Zeit für Griechenland läuft ab"

Athen/Brüssel (dpa) – Die EU-Kommission hat das pleitebedrohte Griechenland in den schwierigen Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern erneut zur Eile gemahnt.

"Die Zeit läuft ab", sagte der Vizepräsident der Brüsseler Behörde, Valdis Dombrovskis, der griechischen Zeitung "Kathimerini". "Wir brauchen ein umfassendes und glaubwürdiges Bündel von Reformen, zu deren Umsetzung die griechische Regierung bereit ist."

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone schloss Dombrovskis aus. "Das einzige Szenario, mit dem wir uns befassen, ist der Verbleib Griechenlands im Euro", betonte der EU-Kommissar. Die von Athen verlangten Reformen seien nicht nur im Interesse der Geldgeber, sondern auch der Griechen. "Ohne die Reformen wird die griechische Wirtschaft sich nicht erholen, keine Arbeitsplätze schaffen, und die sozialen Probleme werden bestehenbleiben."

Griechenland soll im Rahmen des Ende Juni auslaufenden Hilfsprogramms noch 7,2 Milliarden Euro erhalten. Die Geldgeber zahlen die Mittel aber erst aus, wenn sich die vom linken Ministerpräsidenten Alexis Tsipras geführte Regierung zu einer Reihe von Reformen verpflichtet.

Beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) in Dresden war die griechische Finanzlage zuletzt ebenfalls Thema. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dämpfte dabei Erwartungen an eine rasche Einigung: "Die positiven Nachrichten aus Athen spiegeln sich noch nicht vollständig im Gesprächsstand mit den Geldgebern wider."

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