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Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Euro-Finanzminister

EU will ständigen "Rettungsfonds"

Madrid - Stürzen nach Griechenland womöglich bald weitere Staaten in die Finanzkrise? Die EU-Finanzminister wollen zumindest einen ständigen "Rettungsfonds", um ähnliche Situationen zu verhindern.

Ein neuer Rettungsfonds für klamme Euro-Staaten rückt näher. “Wir haben uns geeinigt, dass es notwendig ist, einen ständigen Krisen-Mechanismus zu schaffen“, sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker, am Freitag nach Beratungen in Madrid.

EU-Währungskommissar Olli Rehn hatte diesen Fonds am Mittwoch ins Gespräch gebracht, um Schuldenkrisen wie in Griechenland künftig zu verhindern. “Wir haben Mängel bei unserem Überwachungssystem entdeckt und in unserem Arsenal für Reaktionen. Es geht darum, diese Schwäche auszubügeln“, sagte der luxemburgische Premier und Schatzminister. Die Kommission solle dazu bald detaillierte Vorschläge machen.

Droht einem Land die Pleite, soll ein gemeinsames “permanentes Hilfsinstrument“ der anderen Euro-Länder den Schuldensünder retten, hatte Rehn gesagt. Details dazu, wer in den Fonds einzahlen soll und wie viel Geld er braucht, gibt es bisher nicht. Das Hilfsinstrument soll nach Vorstellung Rehns nur der allerletzte Ausweg sein.

Juncker sagte, dass Griechenland bisher keine Antrag auf Milliardenhilfen stellte. Die Euro-Staaten wollen notfalls mit bis zu 30 Milliarden Euro im ersten Jahr einspringen.

dpa

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