EU-Kommission will Hedge Fonds unter die Lupe nehmen

Brüssel - Angesichts der Finanzkrise will die Europäische Kommission die sogenannten Hedge Fonds unter die Lupe nehmen. Die Brüsseler Behörde leitete am Donnerstag eine öffentliche Anhörung ein.

Ziel sei es, eine “angemessene Regulierung“ vorzuschlagen. Hedge Fonds sind Investmentfonds, die hohe Risiken eingehen, aber auch hohe Renditen versprechen. Eines der möglichen Geschäftsmodelle ist es, bei Firmenübernahmen das von Investoren eingesammelte Kapital durch ein vielfaches an Schulden aufzustocken, die dann das Unternehmen abbezahlen muss. Generell wurden Hedge Fonds erst vor wenigen Jahren in Deutschland zugelassen.

Von Interesse seien besonders Angaben zu möglichen Gefahren, die Hedge Fonds für die Finanzmärkte darstellten, sowie Risikomanagement und Transparenz, erklärte die Kommission. Ein erheblicher Anteil des globalen Hedge Fonds-Kapitals werde in Europa verwaltet. Die Ergebnisse der Konsultation sollen auf einer Konferenz Ende Februar in Brüssel diskutiert werden. Die EU solle dann beim nächsten Weltfinanzgipfel Ende Februar in London mit einer Stimme sprechen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

T-Systems streicht weltweit 10.000 Stellen
Bonn (dpa) - Die schwächelnde Telekom-Großkundentochter T-Systems will bis 2020 rund 6000 Stellen allein in Deutschland streichen - weltweit sollen es 10.000 sein. Der …
T-Systems streicht weltweit 10.000 Stellen
Großkontrollen zum Dieselfahrverbot
Autofahrer, die in Hamburg gegen die bundesweit ersten Dieselfahrverbote verstoßen, werden zur Kasse gebeten. Die Kontrollen sind allerdings aufwendig.
Großkontrollen zum Dieselfahrverbot
Länder uneins über Verteilung der VW-Milliarde
Wegen des Dieselskandals hat VW eine Milliarde Euro Geldbuße gezahlt, die nun ausschließlich dem Land Niedersachsen zufließt. Das finden nicht alle Länder richtig, …
Länder uneins über Verteilung der VW-Milliarde
BER-Zeitplan gerät weiter unter Druck
Der Zeitplan zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Oktober 2020 gerät weiter unter Druck.
BER-Zeitplan gerät weiter unter Druck

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.