Mit Euphorie in die zweite Schnäppchenwoche

- München - Mit bester Laune sind Münchens Einzelhändler in die zweite Woche des Sommer-Schlussverkaufs (SSV) gestartet. "Der Samstag war gigantisch", freut sich Eduard Schöwe, Geschäftsführer im Kaufhof am Marienplatz. Wie ihm bescherte das vergangene Wochenende vielen Händlern in München ein Kunden- wie auch ein Umsatzplus. Der längere Samstag habe den SSV angekurbelt, erklärt auch Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbands des deutschen Einzelhandels (HDE). Er zieht eine positive Zwischenbilanz und fordert die Beibehaltung der bisherigen Regelung.

<P>"Der Samstag lief dermaßen stark, dass das Verkaufen eine wahre Freude war", schwärmt Kaufhofchef Schöwe. Ähnlich positiv die Bilanz bei C&A in der Kaufinger Straße: Filialleiter Bernwad Gatzenmeier spricht von einem "hervorragenden Geschäft trotz des schlechten Wetters". "Die ganze Innenstadt war gut gefüllt, die Lager räumen sich", berichtet er. "Wir freuen uns über ein zweistelliges Plus im Vergleich zum Vorjahr."</P><P>Guter Start in die Woche</P><P>Ebenfalls zufrieden ist Kathrin Hauber von Karstadt Oberpollinger in der Neuhauser Straße: "Es war bis in die letzten Stunden voll", sagt die Pressesprecherin. Besonders Bade- und Sportbekleidung - "einfach alles, was leicht ist", sei gefragt. Erfreut sei man auch über den Wochenanfang, sagt sie und betont, dass der Kundenandrang auch am gestrigen Montag angehalten habe.</P><P>Aber nicht nur in München ist man zufrieden. Laut Hauptverbandssprecher Pellengahr zeigten sich Deutschlands Einzelhändler nach einer Woche SSV durchweg zufrieden.</P><P>Handelsverband kämpft</P><P>Der HDE-Sprecher plädierte für ein Beibehalten der Schlussverkäufe, die nach den Plänen der Bundesregierung aus dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb gestrichen werden sollen. Die erste SSV-Woche mit Rabatten von im Schnitt 50 Prozent sei die beste Werbung hierfür, argumentierte er. "Wir wollen bei aller Rabattfreiheit einen zusätzlichen Ausverkauf veranstalten, denn damit lassen sich mehr Kunden in die Städte locken."</P><P>Besonders der Mittelstand profitiere von der Belebung der Innenstädte. Zugleich seien die Schlussverkäufe das geeignete Instrument, "die besonders verderbliche Ware Textilien" loszuwerden. Der HDE-Sprecher forderte eine Aufhebung der bisherigen Sortimentsbeschränkung auf Textilien, Schuhe, Lederwaren und Sportartikel. Der möglicherweise letzte SSV endet diesen Samstag, 9. August. Für die Schlusswoche kündigen viele Händler noch einmal Sondernachlässe an.</P>

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