Wie aus 10 000 Euro 26,83 Euro wurden

- Berlin - Das Jahr 2005 wird als Boomphase in die Börsen-Geschichtsbücher eingehen. Die Kurse schienen nur den Weg nach oben zu kennen, allein der Dax legte um rund 25 Prozent zu. Doch nicht alle Werte machten den Aufschwung mit, wie die "Watchlist 2006" der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zeigt. In der eben veröffentlichten Übersicht haben die Aktionärsschützer die 50 schlimmsten börsennotierten Kapitalvernichter der letzten Jahre aus Deutschland vorgestellt.

Vertreten sind vor allem Internet- und Hightech-Unternehmen. So wird die Liste von dem Jenaer Softwarehaus Intershop angeführt. Wer am 31. Dezember 2000 Aktien dieses einstigen Neue-Markt-Stars im Wert von 10 000 Euro orderte, hatte zum Jahresende 2005 nur noch Anteile für 26,83 Euro. Nicht viel mehr blieb dem Anleger übrig, der dieselbe Summe in den Chipbroker CE-Consumer Electronik investierte. Nach fünf Jahren bekam er nur noch 206 Euro zurück. Und auch Investitionen in Dax-Unternehmen schützen nicht vor Verlusten: Auf Platz 47 kam Infineon, deren Aktien von 2000 bis 2005 jährlich 27,4 Prozent verloren.

Wie DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker erläuterte, wurden für die Watchlist 313 im Prime Standard gelistete Unternehmen analysiert. Untersucht worden seien die Kursentwicklung ohne Dividenden und Sonderzahlungen über ein Jahr, drei Jahre und fünf Jahre nach einer festgelegten Gewichtung.

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