+
Experten wollen aber eine Fortsetzung der Euro-Talfahrt nicht ausschließen. Foto: Oliver Berg

Euro erholt sich von Zwölfjahrestief

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat sich nach dem Fall auf ein Zwölfjahrestief spürbar erholt. Im Nachmittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,0620 US-Dollar.

Am Morgen war sie noch auf Talfahrt und hatte bei 1,0495 Dollar den tiefsten Kurs seit Januar 2003 erreicht. Der Referenzkurs wurde zuvor von der Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,0613 (Mittwoch: 1,0578) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9422 (0,9454) Euro.

Marktbeobachter begründeten die Euro-Erholung mit Kursverlusten beim Dollar. Unerwartet schwache Konjunkturdaten aus den USA hatten den Erwartungen einer schnellen Zinserhöhung durch die US-Notenbank einen Dämpfer versetzt.

Die US-Währung geriet unter Druck, nachdem die Umsätze im amerikanischen Einzelhandel im Februar den dritten Monat in Folge deutlich gesunken waren. Zuletzt gab es mehrfach enttäuschende Daten aus der US-Wirtschaft, die Zweifel an einem kräftigen Aufschwung in der größten Volkswirtschaft schüren.

Trotz der aktuellen Erholung wollen Experten aber eine Fortsetzung der Euro-Talfahrt nicht ausschließen. "Die brennende Frage am Devisenmarkt ist und bleibt, wie weit der Euro noch fallen wird", sagte Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.

Am Montag hatte die EZB ihr breitangelegtes Kaufprogramm von Anleihen gestartet und damit die jüngsten Kursverluste beim Euro ausgelöst. In den ersten drei Tagen hatte die Notenbank im freien Handel nach eigenen Angaben Papiere im Wert von fast zehn Milliarden Euro gekauft.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,70910 (0,70355) britische Pfund, 128,29 (128,33) japanische Yen und 1,0636 (1,0655) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1152,25 (1150,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 610,00 (34 670,00) Euro.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Yahoo-Übernahme durch Verizon verzögert sich
Für das kriselnde Online-Urgestein Yahoo reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Verkauf an Verizon ist noch immer nicht in trockenen Tüchern, zudem ermittelt …
Yahoo-Übernahme durch Verizon verzögert sich
Verdi: Tarifeinheit höhlt Flächen- und Branchenverträge aus
Karlsruhe (dpa) - Vor der Verhandlung am Bundesverfassungsgericht über das Tarifeinheitsgesetz hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Kritik an der neuen …
Verdi: Tarifeinheit höhlt Flächen- und Branchenverträge aus
Smartphone-Marktführer Samsung mit mehr als doppeltem Gewinn
Samsung steckt das Fiasko um brennende Akkus bei seinem Vorzeige-Gerät Galaxy Note 7 wirtschaftlich gut weg. Die Mobil-Sparte erholt sich wieder dank anderer …
Smartphone-Marktführer Samsung mit mehr als doppeltem Gewinn
Profitable Medizintechnik: Philips verdient deutlich mehr
Amsterdam (dpa) - Der Elektrokonzern Philips hat im vergangenen Jahr von der stärkeren Ausrichtung auf Gesundheits- und Medizintechnik profitiert. Die Niederländer …
Profitable Medizintechnik: Philips verdient deutlich mehr

Kommentare