Euro erreicht neuen Rekordstand

Frankfurt/Main - Der Euro hat gestützt durch die US-Bankenkrise seinen Höhenflug fortgesetzt und mit 1,4569 US-Dollar einen neuen Rekordstand markiert. Zuletzt hatte der Euro am Freitagabend mit 1,4527 Dollar einen Rekord erreicht.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,4555 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4547 (Montag: 1,4488) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6874 (0,6902) Euro.

"Die derzeitigen Probleme im US-Bankensektor lasten weiter auf dem Dollar", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Die Unsicherheit über das Ausmaß der US-Hypothekenkrise sei weiterhin groß. Der Markt sei nach den enormen Wertberichtigungen des größten US-Finanzkonzerns Citigroup sehr nervös.

Die Bank hatte zum Wochenbeginn angekündigt nach bereits erfolgten Bereinigungen nochmals 11 Milliarden Dollar abschreiben zu müssen. Konzernchef Charles Prince nahm seinen Hut.

Auch die bevorstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) stütze den Euro, sagte Rieke. Es werde zwar allgemein ein unveränderter Leitzins von 4,00 Prozent erwartet. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die EZB Zinserhöhungen für die weitere Zukunft signalisieren könnte. Selbst nach der Veröffentlichung von gesunkenen Industrieaufträgen in Deutschland sei der Euro weiter gestiegen, sagte Rieke. Dies zeige wie stark der Aufwärtstrend beim Euro ist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,69685 (0,69620) britische Pfund, 166,90 (165,39) japanische Yen und auf 1,6658 (1,6687) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit Dollar 822,50 (804,75) gefixt. Der Kilobarren kostete 18 125 (17 860) Euro. (dpa)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Internetriese Amazon eröffnet ersten Buchladen
Amazon war 1995 als Online-Buchhändler gestartet, verkauft mittlerweile aber beinahe alles von Kleidung über Musik bis hin zu Lebensmitteln. Seit 2015 eröffnet der …
Internetriese Amazon eröffnet ersten Buchladen
Carsharing-Firmen Car2Go und DriveNow könnten zusammengehen
Stuttgart/München (dpa) - Daimler und BMW erwägen einem Bericht zufolge, trotz Widerstands des BMW-Partners Sixt ihre Carsharing-Geschäfte bald zusammenzulegen. Beide …
Carsharing-Firmen Car2Go und DriveNow könnten zusammengehen
Opec-Allianz drosselt Öl-Produktion - Preise fallen weiter
Opec- und Nicht-Opec-Staaten rücken im Ringen um einen höheren Ölpreis immer näher zusammen. Die Märkte reagieren allerdings verhalten auf den Schulterschluss. Gut für …
Opec-Allianz drosselt Öl-Produktion - Preise fallen weiter
Nach Streetscooter soll elektrisches Stadtauto kommen
Der Entwickler des Elektro-Lieferwagens Streetscooter der Deutschen Post plant auch ein Modell für Privatkunden. Das E-Stadtauto e.GO Life soll 2018 in Serie gehen.
Nach Streetscooter soll elektrisches Stadtauto kommen

Kommentare