Euro erstmals seit 1999 über 1,14 US-Dollar

- Frankfurt/Washington - Die starke Besorgnis der amerikanischen Notenbank (Fed) über die US-Konjunktur treibt den seit Wochen bärenstarken Euro weiter in die Höhe. Gestern Mittag erreichte er 1,1427 US-Dollar - den höchsten Stand seit Januar 1999.

<P>"Viele Marktteilnehmer haben nach dem starken Euro-Anstieg auf eine Korrektur gewartet und diese kam nicht", sagte Devisenhändlerin Antje Praefcke von der Helaba. Daraufhin seien sie einfach auf den Zug aufgesprungen.<BR><BR>Die Fed zeigte sich mit der Wirtschaftsentwicklung in den USA seit dem Ende des Irak-Kriegs unzufrieden - in seltener Deutlichkeit. "Die jüngsten Daten zur Wirtschaftsaktivität und zur Situation auf dem Arbeitsmarkt sind enttäuschend, obwohl sie überwiegend Entscheidungen reflektieren, die vor dem Ende der Kampfhandlungen getroffen worden", teilte die Notenbank mit. Trotzdem geht sie nach eigenen Angaben bis auf weiteres davon aus, dass sich die Wirtschaft dank gesunkener Ölpreise, gewachsener Verbraucherzuversicht und niedriger Zinsen von allein erholt. Weitere Zinssenkungen sind nach Überzeugung langjähriger Fed-Beobachter damit nicht ausgeschlossen.<BR><BR>Die amerikanische Notenbank unter Alan Greenspan beließ die Leitzinsen unverändert bei 1,25 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit mehr als 40 Jahren. </P><P><BR> </P>

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