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Jean-Claude Juncker, Chef der Euro-Gruppe

Juncker: Kein Engpass bei Euro-Rettung

Brüssel - Auch nach der Herabstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's sehen die Euro-Länder keinen Engpass bei der Kreditvergabe an taumelnde Schuldensünder.

Darauf hat der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, in einer am Montagabend verbreiteten Mitteilung hingewiesen. „Die Entscheidung von S&P wird die Ausleihkapazität des EFSF von 440 Milliarden Euro nicht verringern“, schrieb der Vorsitzende der 17 Euro-Finanzminister. Der Rettungsfonds verfüge über ausreichend Geld, um die laufenden und geplanten Hilfsprogramme - für Portugal, Irland und Griechenland - zu stemmen.

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EFSM, EFSF oder ESM: Das bedeuten die Kürzel der Finanzkrise

Juncker verwies darauf, dass auch nach dem Verlust der Bestnote durch S&P der Rettungsfonds noch die Höchstbewertung der beiden anderen großen Ratingagenturen Moody's und Fitch besitze. „Keine der beiden Ratingagenturen hat für die nahe Zukunft eine Änderung der Note angekündigt“, so Juncker. Über die Konsequenzen der Entscheidung würden die Euro-Finanzminister beraten. Bei ihrem Treffen in der nächsten Woche (23.) in Brüssel werden die Minister voraussichtlich über politische Maßnahmen diskutieren.

Der luxemburgische Premier wies darauf hin, dass bereits im Sommer der EFSF-Nachfolger ESM am Start sein wird. Aufgrund seines Eigenkapitals hänge er weniger vom Rating der Euro-Staaten ab. Im März würden die Minister entscheiden, ob die geplante Ausstattung von 500 Milliarden Euro für den ESM ausreiche.

dpa

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