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Die Euro-Krisenländer Spanien, Irland und Griechenland haben 2011 mehr neue Staatsschulden aufgenommen als zunächst geschätzt.

Europäische Statistikbehörde informiert

Euro-Krisenländer tiefer im Minus als erwartet

Luxemburg - Die Euro-Krisenländer Spanien, Irland und Griechenland haben 2011 mehr neue Staatsschulden aufgenommen als zunächst geschätzt.

Wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte, belief sich die Neuverschuldung des Spaniens vergangenes Jahr auf 100,4 Milliarden Euro oder 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im April war Eurostat noch von 8,5 Prozent Defizitquote und 91,3 Milliarden Euro neuen Schulden ausgegangen. Etwas geringer als geschätzt fiel die staatliche Verschuldung Deutschlands aus.

Euro-Schuldenkrise - Eine Chronologie

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Für Irland und Griechenland errechnete Eurostat um 0,3 Prozentpunkte höhere Defizitquoten als noch im Frühjahr. Das Verhältnis von Staatsdefizit zu BIP lag demnach in Irland vergangenes Jahr bei 13,4 Prozent, in Griechenland bei 9,4 Prozent. Laut Eurostaat geht die höhere Quote Irlands auf eine höhere Neuverschuldung von 21,2 Milliarden Euro zurück. Im Frühjahr hatten die Statistiker Irland für 2011 noch ein Staatsdefizit von 20,5 Milliarden Euro attestiert.

Die Neuverschuldung Griechenlands lag vergangenes Jahr mit 19,68 Milliarden Euro dagegen nur leicht über dem im Frühjahr geschätzten Wert von 19,56 Milliarden. Allerdings korrigierten die Statistiker für Griechenland das BIP des Jahres 2011 um 6,5 Milliarden auf 208,5 Milliarden nach unten. Das verschlechterte das Verhältnis der Neuverschuldung und der gesamten Staatsschuld zur Wirtschaftsleistung. Die gesamten griechischen Staatsschulden hatte Eurostat für 2011 im April noch auf 165,3 Prozent des BIP geschätzt. Jetzt ergaben sich 170,6 Prozent.

Deutsche Staatsschuld wächst langsamer als erwartet

Die Nettoneuverschuldung im gesamten Euroraum lag laut Eurostat wie schon im April geschätzt bei 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. In der gesamten EU fiel sie mit 4,4 Prozent sogar 0,1 Prozentpunkte geringer aus als erwartet. Dabei konnte Ungarn seine Staatsschuld um 4,3 Prozent des BIP und wie erwartet am stärksten reduzieren. Estland senkte die öffentliche Verschuldung um 1,1 Prozent und damit 0,1 Punkte mehr als geschätzt.

Deutschland hat nach Berechnungen der Statistiker seine staatliche Neuverschuldung vergangenes Jahr um 0,8 Prozent des BIP erhöht. Erwartet hatte Eurostat im Frühjahr eine Zunahme um 1,0 Prozent des BIP. Statt um geschätzte 25,8 Milliarden Euro wuchs die deutsche Staatsschuld dann aber um 20,2 Milliarden Euro. Der gesamte Schuldenstand des deutschen Staates belief sich Ende 2011 auf 80,5 Prozent des BIP, erwartet hatten die Statistiker zunächst 81,2 Prozent.

dapd

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