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Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr österreichische Amtskollege Werner Fayman werben für eine Finanztransaktionssteuer.

Euro-Länder: Merkel fordert Finanzsteuer

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für die Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte in allen 17 Euro-Ländern stark gemacht. Dabei bekommt sie Unterstützung:

Deutschland wolle gemeinsam mit Österreich die Finanztransaktionssteuer auf der Tagesordnung halten und dafür werben, dass sie von allen Euro-Ländern akzeptiert werde, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann am Mittwoch in Berlin. Im Kreis der wichtigsten Wirtschaftsmächte G20 hatte es keine Mehrheit für eine weltweite Steuer auf alle Finanzprodukte gegeben.

Faymann betonte, die Finanztransaktionssteuer sei auch eine Frage der Gerechtigkeit. In der Bankenkrise hätten die Steuerzahler mit den Rettungspaketen dafür gesorgt, dass “apokalyptische Vorhersagen“ nicht eingetreten seien. “Es ist moralisch richtig, eine derartige Steuer ins Leben zu rufen.“ Alleingänge von Deutschland und Österreich seien nicht sinnvoll. Aber die Euro-Zone sollte schon dieses Signal aussenden. Faymann räumte ein, dass Berlin und Wien noch Einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssten, um die Euro-Partner ins Boot zu holen.

dpa

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