Die Tage des 500-Euro-Scheins sind gezählt.

Kampf gegen Schattenwirtschaft

Diesen Euro-Schein wird es in wenigen Tagen nicht mehr geben - dies hat zwei Gründe

In nur wenigen Tagen endet in Deutschland die Ausgabe eines bestimmten Euro-Scheins. Die Abschaffung des Geldscheins hat gleich zwei Gründe.

Frankfurt/Main - Es ist das offizielle Aus für den 500-Euro-Schein: In nur wenigen Tagen endet die Ausgabe der lilafarbenen Banknoten, die dann nach und nach von der Bildfläche verschwinden werden. Einen Run auf den größten Euro-Schein in den letzten Wochen vor dem Ausgabestopp kann die deutsche Notenbank nicht feststellen. „Außergewöhnliche Hortungsaktivitäten gab es nicht“, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage in Deutschland sei seit Jahresbeginn stabil.

Die anderen 17 nationalen Zentralbanken des Eurosystems hatten die Ausgabe bereits am 26. Januar beendet. Deutschland und Österreich dagegen nicht. Der Grund? Die deutsche und die österreichische Notenbank bringen netto die meisten 500-Euro-Banknoten in Umlauf. "Darum hat man entschieden, dass diejenigen, die am meisten 500-Euro-Scheine ausgeben, etwas länger Zeit bekommen", sagte Beermann jüngst der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Abschaffung des 500-Euro-Scheins: Wann genau findet sie statt? Was bedeutet das für Verbraucher?

Doch was genau bedeutet das für die Verbraucher? Die können beruhigt aufatmen: Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein.

Wer aber unbedingt noch einmal den lilafarbenen Schein im Besitz haben möchte, hat nur noch bis zum Freitag, den 26. April, Zeit, sich diesen bei der Bank zu holen.

Video: Der 500-Euro-Schein ist bald Geschichte

Hilft die Abschaffung des 500-Euro-Scheins, Terror und Schwarzarbeit zu bekämpfen?

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte Anfang Mai 2016 entschieden, dass Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote „gegen Ende des Jahres 2018“ eingestellt werden. Vom Verzicht auf den 500-Euro-Schein versprechen sich Befürworter, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. Ob das klappt, ist allerdings umstritten. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein.

Die Bundesbank beurteilt Obergrenzen für Bargeldzahlungen oder das Aus für große Banknoten skeptisch. Es fehle "weiter am empirischen Nachweis, dass durch Maßnahmen wie die Abschaffung von Banknoten mit hohem Nennwert oder die Einführung von Barzahlungsobergrenzen tatsächlich Steuerhinterziehung und andere kriminelle Aktivitäten effektiv bekämpft werden können", heißt es im Monatsbericht der Notenbank für März.

Terror in Sri Lanka: Am Ostersonntag treffen Explosionen in verschiedenen Teilen Sri Lankas drei Kirchen und drei Hotels. Die Hintergründe sind zunächst unklar. Es ist von zahlreichen Opfern die Rede, unter ihnen auch Ausländer.

Ein 14-Jähriger verdient bereits tausende Euro. Taschengeld braucht der junge Charlie Griffiths nicht, denn er hat bereits mit zwölf Jahren sein erstes Unternehmen gegründet – mit durchschlagendem Erfolg.

dpa/nz

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